Group Global 3000

Give Us Back Our Shadows in LICHT, Group Global 3000

Give Us Back Our Shadows © Maria Korporal

Das Video „Give Us Back Our Shadows“ von Maria Korporal ist von 17.3 bis 12.5.2017 in Berlin zu sehen, als Teil der Ausstellung LICHT in Group Global 3000.

Über das Video:
Was passiert, wenn die Sonne hinter einem riesigen Vorhang von Smog scheint? Unsere Schatten werden vage, und wenn der Smog dicker wird, sind sie vielleicht gar nicht sichtbar. Mit der wachsenden Luftverschmutzung haben wir immer weniger Sonnenlicht – es ist das das dunkler worden der Welt, auch “globale Verdunkelung” genennt – und also verlieren wir unsere Schatten.
Eine alte indianische Legende erzählt, dass ein Insekt den Schatten denjenigen, die die Natur nicht respektieren, gestohlen hat. Beraubt, auf diese Weise, von ihrer Seele, wurden die Menschen krank. Nur mit Musik und Gesang konnten sie endlich ihren Schatten zurückholen und glücklich leben.
Das Motto “Gebt uns unsere Schatten zurück!” ist der Wünsch, daß wir die Luft wieder sauber machen können, damit die Sonne uns wieder erleuchtet und wir unsere Schatten zurück kriegen. So wie in der indianischen Legende, haben wir unsere Schatten verloren weil wir die Natur nicht respektierten. Der Tanz mit den Tieren im Video, ist ein Ritual in die Natur um die Sonne wieder heller scheinen zu lassen und unsere Schatten zurück zu gewinnen.

Über die Ausstellung:
Group Global 3000 fragt die Künstler nach dem Licht, das sich heute bei uns Menschen und der Natur auswirkt. Wir verändern das natürliche Licht durch unsere Technik wie Glas, Gebäude, Luftverschmutzung. Wir Menschen senden das künstliche Licht aus, das in den Weltraum verschwendet wird. Die reine Dunkelheit finden wir kaum noch. Sterne gehen verloren. Insekten sterben in den Lichtfallen ungeeigneter Straßenlampen. Wir Menschen verschwenden Strom durch veraltete Lampen und erleben fahles Licht aus schlechten Sparlampen und LEDs. Das neue Maß für Farbwiedergabe RA / CRI >80 kennen viele Käufer noch nicht.
19 Künstler/innen zeigen ihre Positionen zum Thema mit Objekt, Collage, Installation, Photo, Malerei, Grafik, Video und Performance:
Jully Acuna, Sandra Becker, Marieke Bolhuis, Marzena Brandt, Diego Caglioni, Maks Dannecker, Mary-Noelle Dupuis, Bernd Fuchs, Mariel Gottwick, Stephan Gross und Jörn Birkholz, Maria Korporal, Linda Lenssen, Sonja Mischor,  Korvin Reich, Andreina Vieira dos Santos und Mahsa Asgari,  Peggy Sylopp, Agata Zbylut.

Programm:
• Vernissage 17.3., 19 Uhr, Performance- Installation von Masha Asgari und Andreina Vierira dos Santos.
Die Performance ist inspiriert von den Bildern der UV-Licht/Sonnenlicht-Therapie Anfang des 20. Jahrhunderts und den Darstellungen von Licht in der Kunstgeschichte. „Light Department“ beschäftigt sich mit den verschiedenen Vorstellungen von Licht und dem darin enthaltenden Paradox der Entstehung und Entleerung des Lebens durch Licht.
• Künstlergespräch. Künstler der Ausstellung sprechen vor und mit Gästen über ihre Werke.  31.3., 19 Uhr
• Vortrag 21.4., 19 Uhr: “Licht, sauber und schmutzig”, Dr. Christopher Kyba, Vortrag mit Diskussion, Licht kann Tiere, Menschen und den Nachthimmel beeinflussen. Beispiele für Problemlicht in der Kunst und der Architektur. Was können wir tun, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern?
• Finissage 12.5., 19 Uhr, “Light conducting”. A concept of Mary-Noele Dupuis.
Performers, in art and music, will be conducted by light, improvising simultaneously, constituting composition and choreographie: Sean Derrick Cooper Marquardt, Bea Dickas (Elektronik), Yann Keller (Stahl-Bass & Elektronik), Zam Johnson (Schlagzeug, Keyboard), Wilfried Hanrath (E-Bass), Gerno Bogumil ( Trompete), Hartmut Dicke (Sax), Andreas Techler (Sax), Christoph Uhlhaas (Keyboard, Samples, Spielzeug) Mary-Noele Dupuis (Stimme & Dirigat), Ralf Peter (Schlagzeug).

Ort:
Projektraum der Group Global 3000, Leuschnerdamm 19, 10999 Berlin – groupglobal3000.de

Kurator/in: Tom Albrecht / Maria Korporal

Ausstellung „Stille“ in Group Global 3000

Maria Korporal’s Video „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ ist vom 13.01 bis 10.03.2017 in Group Global 3000, Berlin, als Teil der Gruppenausstellung „Stille“.

Historischer Autofriedhof in Kaufdorf, Schweiz. Foto: Norbert Aepli. Own work (Creative Commons CC-BY-3.0)

Über die Ausstellung:
Der Verkehrslärm ist allgegenwärtig. Zuhause dudelt TV, Hifi, unterwegs Radio, Smartphone, mp3-player, Kommerzgeräusche im Supermarkt. Werbung schiebt sich optisch und akustisch ins Bild.  Manche halten es nicht mehr ohne Geräusch aus. Lärm stresst und macht krank. Stille hieße, sich spüren, aushalten, ruhen, erholen, genießen, Heilung. Eine kostenlose Bereicherung.
18 Künstler/innen zeigen dazu mit Objekt, Photo, Malerei, Grafik, Video, Sound und Performance ihre Positionen:
Sandra Araújo, Gudrun Arndt, Yegor Astapchenko, Federico Federici, Francesca Fini, Anne Glassner, Stephan Gräfe, Michael Hess, Stephanie Hough, Geeske Janssen, Anneke Kleimann, Maria Korporal, forschungsgruppe kunst, PRZEPRASZAM, Korvin Reich, Dina Shenhav, Svoradov Theatre, Sarah Wölker.
Kuratoren: Javier Pérez-Lanzac / Tom Albrecht.
>Website Group Global 3000

Über das Video „Der Wanderer über dem Nebelmeer“:
„Viele Jahre lang lebte ich unter dem Berg Soracte, einem Berg in Mitten-Italien, der noch unberührt von touristischer Kultur ist. Wandernd auf seinem Kamm, hatte ich immer das Gefühl, wieder in anderen Zeiten zurückgekehrt zu sein und eins mit der Natur zu werden. Aber jedes Mal wenn ich eine Video- oder Tonaufnahme machte, würde ich mir von allen Klänge von Autobahnen und Flugzeugen bewusst, die von weit kommen, aber die laut genug sind, um die Stille und die zarten Naturgeräusche von Vögeln und Blättern zu stören – ein all-over-Lärm wovon man nicht entkommen kann.
Dieses Video handelt von einem Spaziergang, den ich an einem Oktobermorgen gemacht habe, als der Nebel das Tal füllte. Auf der Spitze angekommen, war der Berg wie eine Insel in einem herrlichen Nebelmeer und ich fühlte mich wie im berühmten Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ von Caspar David Friedrich. Aber ein über meinen Kopf fliegendes Flugzeug erinnerte mich laut, dass es in dieser Welt keinen Frieden für die Kontemplation mehr gibt.“ (Maria Korporal)

> das Video auf dieser Webseite

Des Königs neue Kleider

Third Eye Factory’s interaktive Installation „Des Königs neue Kleider * The King’s New Clothes“ ist vom 11.11 bis 9.12.2016 in Group Global 3000, Berlin, als Teil der Gruppenausstellung „Der Einzelhandel ist mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden“.
Website Group Global 3000: groupglobal3000.de

Ein interaktive Adventskalendar. Man kann auf die Sternen-Zahlen von 1 bis 24 klicken. Bei jedem Klick, wenn sich ein Adventskalendartürchen öffnet, hört man eine Frauen- oder Männerstimme die Werbung macht für die wunderschöne Kleider die man zum Weihnachten tragen soll. Hinter den Türchen wird den grünen Hintergrund sichtbar, der am Anfang ein verschwommenes und unerkennbares Bild gibt, das aber immer schärfer wird und am Ende enthüllt wird.
Website Third Eye Factory: www.third-eye-factory.eu

Free the Fishes!

„Free the Fishes!“
Film of an art-action performed by the Third Eye Factory
First screening 27.05 – 01.07.2016, Group Global 3000, Berlin
as part of the exhibition „Fische, kulinarisch überfischt / Fish, culinary overfished“
> see website

Third Eye Factory war sehr schockiert zu entdecken, dass man heutzutage Fische in Online-Shops kaufen kann! Ob die Menschen sie verwenden, um zu essen oder als Zierfische im Gartenteich: Wir finden es ein großes Unrecht und möchten die Tiere lieber im freien Wasser schwimmen lassen. Deshalb haben wir zwei schöne Karpfen on-line gekauft und in dem Fluß gegenüber unserem Zuhause befreit. Die ganze Aktion hielten wir auf Video fest.

Die Logik der Logistik in der Ameisen-Welt

„Die Logik der Logistik in der Ameisen-Welt“, a video-photo-installation by the Third Eye Factory
06.11 – 18.12.2015, Group Global 3000, Berlin
as part of the exhibition „CARGO – Alles immer überall / Everything always everywhere“
> see website

Ameisen sind große Transportkünstler. Sie transportieren oft Objekte, die um ein vielfaches größer und schwerer sind als sie selbst. Oft werden Futterstücke von mehreren Ameisen zusammen getragen. „Die Logik der Logistik in der Ameisen-Welt“ zeigt ein Blick auf dieses vernünftiges Transport-System, und konfrontiert es mit der Güterverkehr in der Menschen-Welt. Die Verkehrsschilder werden dann absurd, und die Lieferung von Sachen die man nicht braucht erscheint lächerlich: die Ameisen sind immer zielgerichtet und organisiert, und lassen sich nicht verführen von nutzlose hellfarbige Gegenstände, die sie schnell und effizient beiseite räumen um den Weg frei zu halten für die kostbare Brotkrumen.

Wer hat Angst vor’m Hermannplatz?

 

Wer hat Angst vor’m Hermannplatz?“
a video-photo-installation by the Third Eye Factory, has been exposed from 11.09 – 30.10.2015, Group Global 3000, Berlin, as part of the exhibition „Verkehr für Menschen“ / „Traffic for Humans“
> see website

„Du hast Angst vor’m Hermannplatz“ ist berühmt geworden als Spruch auf einem T-Shirt von dem Modelabel „Muschi Kreuzberg“. Seitdem wird der Slogan mehrmals verwendet.
Wer hat Angst vor’m Hermannplatz? Nüchtern betrachtet ist er nur ein hässlicher, lauter Platz im Norden von Berlin Neukölln, Grenze zu Kreuzberg und Knotenpunkt für allerlei Straßen.
Allgemein ist der Platz bekannt als „sozialer Brennpunkt“, an dem Arbeitslose und Migranten, Drogenverkäufer und Graffiti-Sprayer ein vermeintlich „gefährliches“ Milieu verkörperen. Deshalb muß man Angst haben.
Was wir aber denken, daß die wirkliche Gefahr des Hermannplatzes der tosende Verkehr ist, der an allen Seiten des Platzes vorbeirast. Die Verkehrsknotenpunkte an den beiden Enden des Platzes sind die Unfallschwerpunkte im Bezirk Neukölln. Die Luft, die man atmet, ist überall von Abgasen durchsetzt. Davor muß man richtig Angst haben!
Die Installation von dem Künstlerinnenduo „Third Eye Factory“ besteht aus ein Video in Loop und ein Foto, worin der Hermannplatz aus der Sicht eines Radfahrers und eines Fußgängers dargestellt wird. Das Spiegeleffekt verstärkt die Idee das man eingeschlossen ist – welche Richtung man auch geht, man trifft sich immer wieder mit dem allgegenwärtigen Autoverkehr. Der einzige Ausweg scheint das Denkmal in der Mitte des Platzes, festgelegt in dem Foto.

VW-Performance

Künstler der Group Global 3000 performen zum aktuellen VW-Skandal.
Was erleben wir gerade? Wie halten wir als autofahrende Gesellschaft das aus? Was verändert der Skandal?

Performing artists: Tom Albrecht, Mariel Gottwick, Stephan Groß, Maria Korporal, Javier Pérez-Lanzac.
Projektraum der Group Global 3000, 23.10.2015

> Webseite

Third Eye Washing

„Third Eye Washing“, an interactive, site-specific work by Maria Korporal, created as part of the group exhibition AUSGEWASCHEN / WASHED OUT, 05.06.2015 – 17.07.2015, gallery Group Global 3000, Berlin – see website.
The real-time shootings of the webcam (the artist’s „third eye“) turn around and around in the washing machine. Thus, the exhibited works and the visitors of the exhibition are „washed out“.

Technical specifications: Laptop with HTML5/Javascript file, webcam, beamer, microphone, amplifier.