„Hast du Angst vor der Cat Lady?“ erscheint als Live-Zeichenperformance mit Augmented Reality. Durch das Scannen von AR-Codes entsteht ein wechselndes Verhältnis zwischen Oberfläche und Körper. Eine röntgenartige Ansicht zeigt die Wirbelsäule der Künstlerin, die sich in einen Katzenschwanz verwandelt, während schwebende Katzenaugen in der erweiterten Realität die Szene beobachten und die Blickrichtung subtil destabilisieren.

Die Figur der Cat Lady fungiert als kulturelle Projektion. Klassisch als einsame, exzentrische Frau mit vielen Katzen dargestellt, wird sie heute zunehmend als abwertende Bezeichnung für kinderlose Frauen verwendet — unabhängig davon, ob sie tatsächlich Katzen besitzen. Die Frage richtet sich nicht nur an konservative Ängste vor weiblicher Unabhängigkeit, sondern auch an Frauen, die sich nicht mit dieser Figur identifizieren wollen. Während die Cat Lady für manche ein Stigma oder Tabu darstellt, steht sie für andere für Autonomie, Selbstbestimmung und die Verweigerung vorgegebener Rollenbilder.

Siehe auch https://edition.cnn.com/2024/07/27/us/cat-lady-explained-cec und https://en.wikipedia.org/wiki/Cat_lady

„Are you afraid of the Cat Lady?“ wird gezeigt:
• 3.-5. Juli 2026: FAQ – female and others, im Rahmen des Festivals 48 Stunden Neukölln, im Polymedialer Ponyhof, Berlin.