„Cat Lady“ war lange ein misogynes Klischee für die angeblich einsame, exzentrische Frau mit Katzen. In den USA wurde der Begriff von Politikern wie J.D. Vance erneut als abwertendes Feindbild für kinderlose Frauen genutzt. Feministinnen eigneten sich die Bezeichnung jedoch an und wandelten sie in ein Symbol für Selbstbestimmung und Unabhängigkeit um. Die Frage richtet sich nicht nur an konservative Ängste vor weiblicher Unabhängigkeit, sondern auch an Frauen, die sich nicht mit dieser Figur identifizieren wollen, weil sie oft noch immer ein Stigma oder Tabu darstellt.
Die „Cat Ladies“ im Projekt von Maria Korporal erscheinen als Live-Zeichenperformance mit Augmented Reality. Durch das Scannen von AR-Codes entsteht ein wechselndes Verhältnis zwischen Oberfläche und Körper. Eine röntgenartige Ansicht zeigt die Wirbelsäule der Künstlerin, die sich in einen Katzenschwanz verwandelt, während schwebende Katzenaugen in der erweiterten Realität die Szene beobachten und die Blickrichtung subtil destabilisieren.
„Cat Lady for Climate“:
• 7. August – 18. September 2026: Frauen.Leben.Klima, GG3 / Group Global 3000, Berlin.
„Are you afraid of the Cat Lady?“:
• 3.-5. Juli 2026: FAQ – female and others, im Rahmen des Festivals 48 Stunden Neukölln, im Polymedialer Ponyhof, Berlin.
Music: Martin Rach „Riding“