The Pelican of the Wilderness

Die Wurzeln eines Baumes werden durch das Blut eines Pelikans genährt, der sich in die eigene Brust beißt – ein Akt der Aufopferung, um andere Leben zu retten. Der Baum stirbt und wird immer wieder neu geboren.
Das Bild des Pelikans, der sich in die Brust beißt, hat in der Antike und im Christentum eine große allegorische Bedeutung und steht in der Regel für die väterliche oder mütterliche Liebe, den Akt der Selbstaufopferung, um die eigenen Kinder zu retten. In der alchemistischen Ikonografie ist das Bild des Pelikans eine Metapher für das selbstlose Streben nach Aufstieg zur Läuterung, für absolute Großzügigkeit.
Der Titel „The pelican of the wilderness“ bezieht sich auf ein Zitat aus der Bibel: „Ich bin wie ein Pelikan in der Wüste …” (Psalm 101,7). Das Zitat findet sich auch in dem Buch „Annelies Marie Frank”, aus dem das Gedicht „Nocturnal skeletons” von Mario Maroccolo, dem Vater der Schriftstellerin Nina Maroccolo, stammt, die den Text in der Schlussszene des Videos vorliest.
Das Video wurde am 16. Mai 2015 auf dem Festival „Bologna in lettere„in einer erweiterten Fassung mit einer Performance von Nina Maroccolo und Maria Korporal präsentiert und auf mehreren Festivals gezeigt, darunter Les Instants Vidéo (Marseille).

Kürzlich wurde das Werk als Finalist für das CinePoems Cyprus Festival ausgewählt, das vom Poetry MOVES International Festival in Nikosia vom 4. bis 24.10.2025 organisiert wird.
Die Vorführung findet am 16. Oktober 2025 im ARTos House in Nikosia, Zypern, statt.

 

Slideshow of the performance:

 

Still images from the video:

 

title: The Pelican of the Wilderness
technique: Experimental video and animation
length: 7’06“
year: 2015
poem: „Scheletri nottambuli“ by Mario Maroccolo, from the book “Annelies Marie Frank” by Nina Maroccolo, published by Edizioni Empirìa, Rome, Italy
English translation of the poem: “Nocturnal skeletons” by Emiliano Pietrini
voice: Nina Maroccolo
music: “Memoria II” (excerpt) and “Elegy” by Michael J. Stewart
sound mix: Emiliano Pietrini
video concept, camera, animation, effects and montage: Maria Korporal

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