Wer hat Angst vor’m Hermannplatz?

 

Wer hat Angst vor’m Hermannplatz?“
a video-photo-installation by the Third Eye Factory, has been exposed from 11.09 – 30.10.2015, Group Global 3000, Berlin, as part of the exhibition „Verkehr für Menschen“ / „Traffic for Humans“
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„Du hast Angst vor’m Hermannplatz“ ist berühmt geworden als Spruch auf einem T-Shirt von dem Modelabel „Muschi Kreuzberg“. Seitdem wird der Slogan mehrmals verwendet.
Wer hat Angst vor’m Hermannplatz? Nüchtern betrachtet ist er nur ein hässlicher, lauter Platz im Norden von Berlin Neukölln, Grenze zu Kreuzberg und Knotenpunkt für allerlei Straßen.
Allgemein ist der Platz bekannt als „sozialer Brennpunkt“, an dem Arbeitslose und Migranten, Drogenverkäufer und Graffiti-Sprayer ein vermeintlich „gefährliches“ Milieu verkörperen. Deshalb muß man Angst haben.
Was wir aber denken, daß die wirkliche Gefahr des Hermannplatzes der tosende Verkehr ist, der an allen Seiten des Platzes vorbeirast. Die Verkehrsknotenpunkte an den beiden Enden des Platzes sind die Unfallschwerpunkte im Bezirk Neukölln. Die Luft, die man atmet, ist überall von Abgasen durchsetzt. Davor muß man richtig Angst haben!
Die Installation von dem Künstlerinnenduo „Third Eye Factory“ besteht aus ein Video in Loop und ein Foto, worin der Hermannplatz aus der Sicht eines Radfahrers und eines Fußgängers dargestellt wird. Das Spiegeleffekt verstärkt die Idee das man eingeschlossen ist – welche Richtung man auch geht, man trifft sich immer wieder mit dem allgegenwärtigen Autoverkehr. Der einzige Ausweg scheint das Denkmal in der Mitte des Platzes, festgelegt in dem Foto.

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